RUNNER'S WORLD Podcast

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Transkript

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Ela Wildner: Hallo und willkommen zur neuen Folge des Runners for Podcasts. Schön, dass ihr wieder rein hört, auch wenn der Titel der Folge schon verrät, dass es heute um etwas geht, das man natürlich eigentlich nicht haben möchte. Es geht um das Thema Arthrose, also eine Gelenkerkrankung. Und um darüber zu sprechen, wie man damit umgeht, wenn man als Läuferin oder Läuffer betroffen ist von Arthose, haben wir uns einen echten Experten gesucht. Das Gespräch mit Dr. Frank Stürer hört ihr also in der heutigen Podcast-Folge, aber noch nicht abschalten. Es geht nämlich in dieser Folge auch darum, wie ihr erst gar keine Arthrose bekommt. Was man dazu schon sehr frühzeitig im Leben tun kann und auch sollte, das erfahrt ihr also auch jetzt und hier im Runners World Podcast. Ich bin Ela Wildner und wünsche euch jetzt ganz viel Spaß und hoffentlich viele neue Erkenntnisse beim Anhören dieser Podcast-folge. Ja, ich freue mich, dass es heute im Runners' Way Podcast mal wieder um ein medizinisches Thema geht. Es soll heute um Arthrose gehen, was ja, kann man schon so sagen, fast eine Volkskrankheit ist. Was das aber ganz genau ist, dazu gleich mehr. Und ich freue mir vor allem, dass wir einen kompetenten Experten für das Thema gewinnen konnten. Nämlich Dr. Frank Stürer, der mir gerade aus München zugeschaltet ist. Erst mal Hallo und Willkommen!

Dr. Frank Styra: Hallo und Dankeschön für die Einladung.

Ela Wildner: Ja, wir freuen uns sehr, dass Sie der Einladung gefolgt sind und uns als Experte zur Verfügung stehen, denn vor allem der Sportbezug ist uns ja tatsächlich immer sehr wichtig. Sie sind ja nicht nur im Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, sondern insbesondere auch seit 2013 leitender Orthopäd am Olympiastützpunkt in Bayern, haben also ganz, ganz viel mit Sportlerinnen und Sportlern zu tun und das ist für uns natürlich besonders wertvoll zu wissen. Wie gehen denn SportlerInnen und Sportler? Mit Adhose um.

Dr. Frank Styra: Das ist eine gute Frage. Wie gehen die damit um? In erster Linie geht es eigentlich darum, ist meine Aufgabe, die Sportler des Olympia-Stützpunktes, also fast letztendlich alle olympischen Sportarten, vom Jugendlichen bis zum Erwachsenensportler, eigentlich soweit zu betreuen, dass es gar nicht zum Thema Arthrose kommt. Prävention. Das ist glaube ich das größte Thema Prävision, die Jugend an den Leistungssport heranzuführen. Diese tatsächlich natürlich großen Belastungen, die die Sportler haben, so zu steuern, was die Prävention, was das Training, was die Regeneration angeht, damit es gar nicht zu solchen Problemen wie dem Thema Arthrose kommt.

Ela Wildner: Räume, das fällt doch mal von vorne auf. Ich glaube, zu Beginn müssen wir es nochmal erklären. Also die meisten, die uns jetzt zuhören, werden wahrscheinlich wissen, dass Arthrose irgendwie was mit Gelenken zu tun hat. Aber was ist denn Arthose wirklich ganz genau?

Dr. Frank Styra: Es gibt für die Arthrose eigentlich nicht nur eine Erklärung oder eine Begrifflichkeit, aber was man allgemein darunter versteht, ist der Verschleiß eines Gelenkes. Das heißt, wie kommt es zu dem Verschlesst, und da fängt es dann an spannend zu werden. Denn wir können mit Gelenken, die nun mal nicht für die Ewigkeit gebaut sind, wunderbar leben, selbst wenn sie schon einen gewissen Verschleyst haben. Von daher, wenn wir über Arthrose sprechen, wird es halt schon mal sehr schwierig. Was verhandeln wir oder was ärgert uns, die eigentliche Arthose? Das heißt, der fortbeschrittene Verschleiß, irgendwelche Gelenkstrukturen kommt dann in den Fokus, wenn es zu Schmerzen führt, zu irgendwelchen Beschwerden. Das heißt das irgendetwas nicht richtig funktioniert oder wehtut. Und dann kommt dieses Thema Arthouse. Auf und zu. Und dann wird es von uns wahrgenommen. Das heißt, der Verschleiß eines Gelenkes, das ist die Arthrose. Aber das, was wir merken, ist dann die aktivierte Arthose. Das heißt, wenn sie wehtut. Und da wird es spannend für uns.

Ela Wildner: Okay, das heißt, man kann sich das erst mal so in verschiedenen Abstufungen vorstellen. Und Arthrose ist eben nicht immer gleich Arthose, sondern wenn es nicht so ausgeprägt ist, dann merkt man erst mal gar nichts davon.

Dr. Frank Styra: Genau. Letztendlich ist es so, Atrose beschreibt einfach erst mal nur den Verschleiß eines Gelenkes. Rein von der Bildgebung, von der Morphologie, das heißt also von dem, was dort wirklich passiert. Allgemein ist am bekanntesten eben der Verschleich des Gelenknorpels. Und dann reden wir über Atrose. Arthrose ist nun mal was sehr Vielfältiges und da wird es dann eben spannend und auch gar nicht so einfach zu erklären. Es kann ein Patient Beschwerden bei einer ganz geringen Arthose haben, weil das Gelenk entzündet ist. Und es können Patienten eine fortgeschrittene Arth rose haben oder Sportler und die merken sie gar nicht, weil sie eben nicht in der Entzündung unterwegs sind. Und das ist eben schon genau das. Wo es dann schwierig wird, wie behandelt man eine Arthrose, wann und in welchem Stadium oder wie kann man sie vielleicht vermeiden?

Ela Wildner: Das heißt, man muss auch noch mal zwischen dem reinen Gelenkverschleiß und der tatsächlichen Entzündung unterscheiden.

Dr. Frank Styra: Genau. Also symptomatisch, dass wir die Arthrose merken, schmerztechnisch, das ist die entzündete Form der Arthose. Das heißt, da merken wir die Rezeptoren im Gelenk. Da sind ja mit ganz, ganz vielen Rezeptore, also mit ganz sensiblen Strukturen ausgestattet, die uns Rückmeldungen geben und sagen, ey, da tut was weh und der Körper gibt Alarm. Und das andere, wie wir vielleicht an der Arhtose bemerken, ist, wenn wir merken dass wir zunehmend immer größere Ohnbeine kriegen. Tut vielleicht nicht weh, aber irgendwie verformt sich der Körper, dann bemerkt man vielleicht auch die Arthrose.

Ela Wildner: Okay, also das wäre ein Anzeichen dafür, dass da was im Gange ist. Gibt es denn da Unterschiede zwischen Sportlern und Nichtsportlern? Also hat sportliche Tätigkeit irgendwie einen Einfluss darauf, wie schnell man hat Rose entwickelt?

Dr. Frank Styra: Ja und nein. Am Schluss ist es so, der Knorpel ist eine extrem belastbare Struktur, die aus verschiedenen Schichten aufgebaut ist oder mit verschiedenen Nährstoffen und elastischen Modulen versorgt ist, die wenn diese Oberfläche in Ordnung ist und diese Struktur nicht verletzt wird, durch eine sportliche Verletzung zum Beispiel, ja, durch irgendeine... Einen Unfall, dann hält die ... Wenn sie gut versorgt wird, wenn aber so eine Struktur durch eine Fehlbelastung, sei es ich habe sehr starke Ohrbeine oder immer durch eine sehr gleichmäßige Lastung auf einer Stelle geschädigt wird, das ist wie wenn ich als Beispiel an einer Stelle an der Cheese immer reibe, dann wird sie dort dünner.

Speaker 3: Mhm.

Dr. Frank Styra: Und dann nimmt natürlich auch dort vielleicht langsam durch eine stetige Fehlbelastung der Knorpel ab. Das heißt, da geht es dann auch schon mal Richtung Arthrose. Ein gutes Beispiel wäre, wenn die Spur beim Auto verstellt ist, dann fährt es der Reifenschreck ab. Ich kann noch sehr lange auf diesem Reifen fahren, aber irgendwann merke ich, dass der nicht mehr so gut führt. Und das ist dann eben dieser langsam fortschreitende Verschleiß, der aber nicht um den Weg tun muss. Und wenn es dann durch irgendeine Aktivierung, sei es durch Belastung, durch Überlastung, durch Abtrieb zu einer Entzündung im Gelenk kommt, das heißt, dass der Körper Alarmstoffe ausschüttet, dann merke ich die Arthrose nicht nur von der Fehlstellung her, sondern dann merken ich die Artrose einfach, dass sie auch wehtut.

Ela Wildner: Okay, und das kann eben sportlich bedingt sein oder auch anderweitig.

Dr. Frank Styra: Genau, die Geschichte ist wirklich so, der eine Sportler kann sagen, da habe ich mir das Knie verletzt, jetzt haben wir gerade Winter, täglich kommen Patienten rein, sich auf der Schiebbiste das Kie verdreht haben und vielleicht das Kreuzband verletzten. Das ist ja immer erstmal die große Verletzung, vor der ihr Angst habt. Für uns ist aber Das Kreuzband, eine ganz wichtige Leitstruktur natürlich für die Stabilität des Gelenkes. Aber was viel schlimmer ist, wenn bei dieser Verletzung der begleitende Knorpel, also am Gelenk, mit eingedrückt wird oder vielleicht der Knorpeln eingedruckt wird und der unterliegende Knochen mit verletzt wird. Weil diese Knorpelsstrukturen sind dann in der Form beschädigt, da ist die Oberfläche dann aufgebrochen. Und dann weiß man nicht, ob der Körper das noch schafft, das wieder ganz schön zu reparieren. Oder dann eben quasi ein tiefer Kratzer da im Knorpel ist, sag ich mal, der dann zu Rost führt. Also tatsächlich zum Gelenkverschleiß und frühzeitig auch beim jungen Menschen dann zu einer lokalisierten Arthrose. Da geht der Knorpels dann kaputt.

Ela Wildner: Wo Sie jetzt sagen, ob der Körper das noch schafft, das zu reparieren. Ich hab noch im Hinterkopf, dass es eigentlich in meiner Wahrnehmung immer so hieß, der Knoppel, der regeneriert sich nicht, was weg ist, ist weg.

Dr. Frank Styra: Ja, was weg ist, ist weg. Das stimmt, ja. Das ist primär erst mal so ein Leitsatz. Aber ich sage jetzt gerade, ich habe ja noch von gerade einem verletzten Knorpel gesprochen und der besteht aus verschiedenen Schichten. Und da sind sogenannte Tubes drin, das muss man sich vorstellen wie so Röhren unten in der tiefen Schicht. Und wenn die nicht mitverletzt werden, sondern der Knorpels oberflächlich angekratzt wird, dann überlebt so ein Knorpeln gut. Und dann auch die darunter liegende Zone im Knochen, die den Knorpel versorgt. Dann kann der Knoppel wirklich sehr, sehr gut überleben. Wenn er das aber verletzt ist, dann kann es gut passieren, dass der sich dort abbaut.

Speaker 3: Mhm.

Dr. Frank Styra: Sie sagten eben, wenn ein Knoppel weg ist, dann ist er weg und dann ist es eben genau das Thema, ist er im ganzen Gelenk weg, dann gibt es eine großflächige Arthrose, ist er an einer kleinen Stelle weg, gibt es natürlich Möglichkeiten, das zu reparieren und das ist dann auch immer unsere Aufgabe und je nachdem, wie stark so ein Knoppel verletzt ist, gibt es da Unterschied letztlich nicht mehr.

Ela Wildner: Dann sprechen wir doch gerne einmal über die Therapie. Wie behandelt man Arthrose? Was ist so der konventionelle Weg?

Dr. Frank Styra: Also, wenn man mal von der klassischen Arthrose, von dem langsamen Vorschraubenden zerschleit, vielleicht mit einer Fehlstellung, sprich ein Ohrbein oder auch ohne Fehlstellungen spricht, dann geht es darum, das Gelenk im Gleichgewicht zu halten. Im Gleichgewicht halten bedeutet, ich muss schauen, dass ich in der Belastungsachse quasi die Spur richtig eingestellt habe. Das war das Beispiel vorhin mit dem Auto. Wenn die Spure verstellte, fährt es der Reifenschreck ab. Und so muss man schauen, dass in der Achse, in der Bewegungsachsee Hüfte, Knie, Spurgelenk, meist bin ich nur aufs Bein gesehen, wenn es ums Knie geht. Oder auch im gesamten Körper so ideal wie möglich eingestellte. Keiner von uns ist gleich gebaut. Aber wenn ich natürlich... Zentrierter auf dieser Achse unterwegs bin, dann habe ich schon mal weniger Scherkräfte und das ist einfach schon mal wichtig, dass es nicht weiter zu einem speziellen Verschleiß kommt. Also da geht es wirklich um die Statik und die Bewegungsachse. Das heißt, da hört man jetzt schon raus, wichtig ist die Haltung, wichtig sind die Führung. Und die Führungen kann ich beeinflussen durch Training. Also, Training, Muskeltraining. Sport ist ein wichtiges Thema in der Frühphase, auch in der Spätphase, aber in der Frühphase um halt den Verschleiß zu vermeiden oder vielleicht, wenn ich schon Verschlesst habe, das Ganze besser in den Griff zu halten und zu schauen, dass das langsamer voranschreitet.

Ela Wildner: Das ist ja ein ganz, ganz wichtiger Punkt, weil ich glaube, viele denken, durch Sport und je mehr Aktivität ich mache, desto mehr Verschleiß würde ich hervorrufen. Aber in Wahrheit ist es eben so, dass ich dadurch meinen Körper stabilisiere und dafür für einen Upgrade sozusagen sorge und meinen Körper so stabilisire, dass eben der Verschleich nicht mehr stattfindet.

Dr. Frank Styra: Ja, das ist richtig. Und du hast eben gesagt, Bewegung ist wichtig. Bewegung is Medizin, Motion is Medicine. Das ist so ein Schlagwort, der immer wieder durch die Orthopädie geilt wird, der auch von vielen Firmen aufgegriffen wird, aber das ist so. Bewegung it's wichtig. Aber das Beispiel vorhin vom Olympiastützpunkt, ich muss schauen, dass die Dosis stimmt. Das heißt, ich muß den Mittelweg finden zwischen Belastung und Regeneration. Und nicht viel hilft viel, sondern ich muess schauen, dass der Körper auch ausreichend regeneriert. Und das ist eben auch eine Frage des Trainings und auch dessen, was dem Körper zuzumuten ist. Da ist das nicht jeder gleich. Es geht jetzt nicht darum, mit aller Gewalt, ich gehe jetzt laufen und mache Krafttraining, bis zum Gehtnichtmehr, sondern so wie ich in eine Laufschule gehe, wenn ich mich auf einen Langstreckenlauf vorbereite, dann fange ich auch nicht sehr auf an und mache sofort lange Läufe, sondern ich muss das schrittweise aufbauen, damit der Körper sich an die Belastung gewöhnt und auch wieder regenerieren kann. Und das hier ist genau das Gleiche.

Ela Wildner: Das heißt, wenn man es jetzt auch nochmal vor dem therapeutischen Hintergrund sieht, ist es dann besonders wichtig, dass man vielleicht auch mit professioneller Unterstützung sein Training gestaltet.

Dr. Frank Styra: Ganz genau. Dafür gibt es ganz toll ausgebildete Physiotherapeuten, Sporttherapeuten. Es gibt mittlerweile unzählige Apps, die einem da auch helfen, die auch teilweise von den Krankenkraften ja freigeschaltet werden und die man dann auf Rezepts bekommt. Das heißt, man kriegt Übungen, wo man überhaupt erlernt, die Beinachse zu stabilisieren. Wir reden jetzt einfach klasse schon mal vom Kniegelenk. Die Beinachse zu stabilisieren, die Möglichkeit zu erhalten, das ist immer ein ganz wichtiges Thema. Da geht man ja gerne mal in irgendeinen Ausweichmechanismus und dass man die dann wieder wegtrainiert. Und auch die Muskelführung ist wichtig. Das Thema ist immer eine gangzeitliche Thema. Der ganzen Muskelführung, der Statik, der Beweglichkeit der Muskelphase.

Ela Wildner: Mhm, das klingt sehr plausibel und einleuchtend. Gibt es denn auch Fälle, wo das Ganze so weit fortgeschritten ist, dass das nicht mehr ausreicht? Also wir kommen jetzt zu Sachen in den Sinn, wie Spritzen in Gelenke, Operationen. Wenn man das Stichwort Kreuzband hört, dann habe ich da sofort eine Operation im Kopf.

Dr. Frank Styra: Ja, da hat sich viel getan in den letzten 20 Jahren in der Therapie. Das, was Sie eben angesprochen haben, Spritzen, da kennt jeder die Hyaluronsäuren, die sind ja immer in aller Munde, die werden diskutiert. Die werden auch mal positiv oder negativ diskutiert, je nachdem, wer jetzt gerade das Thema nach vorne bringt. Da gibt es ja Lobbyverbände noch und Löcher in die eine oder die andere Richtung.

Speaker 3: Mhm.

Dr. Frank Styra: Aber es gibt natürlich, was diese Hyalurone angeht, das bekannteste ORL, das ist das Hyalat, ein zugelassenes Medikament, was sogar mal von den Krankenkassen bezahlt wurde, weil es nachweislich eine Unterstützung des Stoffwechsels bringt. Und da sind wir genau beim Thema. Das kann einem das Gelenk nicht heilen. Es geht immer um den Stoffwechsel in dem Gelenks. Und was Sie eben angesprochen haben, Spritzen, Operationen, das sind immer erst Maßnahmen, die weit hinten kommen. Vorher, wir haben das Training angesprochen, geht es auch um die Ernährung des Gelenkes. Das heißt, es geht um die Biologie. Es geht darum, dass sie nicht in die Entzündung reinkommen, in die Übersäuerung reingekommen, sondern es geht, um einen vernünftigen Gelenkstoffwechsel, den im Gleichgewicht zu halten. Und dazu sind auch die fantastischen Maßnahmen, die man kennt, die die Mutter schon erzählt hat, ernähr dich gesund, tatsächlich weiterhin wichtige Themen. Die gerne außen vor gelassen werden oder gerne als esoterisch abgetan werden. Es gibt da schöne Studien, die auch mal die Uni Freiburg aufgearbeitet hat und gezeigt hat, dass diese einfachen Mittel, basisch wirkende Mittel, Nahrungsergänzungsmittel in gewissem Maße, die Kokuma, also Kokomini. Wir haben sehr gut untersucht, das Medikament Vitamin C, was anti-entzündlich wird, Vitamin E. Das sind Sachen, die einfach für den Gelenkstoffwechsel wichtig sind, auch für andere Stoffwechsel im Körper. Und überall da, wo der Stoffwechsel gut funktioniert, d.h. Der Körper genügend Power hat, etwas im Gleichgewicht zu halten, das hilft auch dem Gelenke. Und das sind die Maßnahmen, die tatsächlich auch für jeden Sportler dazugehören. Weil die Sportler letztendlich immer oder oft an der Überlastung unterwegs sind. Das Thema Sport und Leistungssport bedeutet ja, ich versuche den Körper zu fordern und mehr zu fordern. Und mein Ziel ist da ja als Sportler, möglichst noch mehr Training zu machen, noch mehr Zeit ins Training reinzunehmen, noch intensiver zu trainieren. Und das geht nur, indem ich den Körper da so unterstütze, dass er ausreichend regenerieren kann. Und wenn die Speicher leer sind, weil ich an die Grenzen gehe, dann muss ich da vielleicht auch mal auffüllen. Das machen eigentlich fast alle Leistungssportler, auf eine gesunde Atemweise. Unterstützt dann auch durch einen Ernährungsmediziner oder durch die Spezialisten in den Schützpunkten. Aber das sind junge, gesunde Sportler und die brauchen das, weil sie stark belasten. Wenn ich jetzt ein Arthrose-Patient bin, der hat da ein überlastetes Gelenk, was schon ein Minus ist. Und ich muss versuchen, die Speicher wieder aufzufüllen, den Körper zu helfen, dass der mal zumindest mal wieder auf Null kommt oder vielleicht im Plus bereiche. Und dann kann es eben genau auch da mal vorübergehend notwendig sein. Im Körper gleich zuzuführen, wie ein Leistungsvorteil. Das ist keine Voodoo-Medizin, das ist tatsächlich etwas, was man vernünftig machen kann. Da gibt es auch viele, viele gute Produkte und die sind auch nicht teuer und da kann man immer zumindest mal eine Basis schaffen, dass der Körper überhaupt eine Chance hat, zu regenerieren.

Ela Wildner: Gibt es da denn vielleicht so eine Hand voll genereller Empfehlungen? Also wir haben jetzt schon Vitamin C genannt, Kokomien, gibt es da so ein paar Sachen, die man dann einfach mal versuchen kann? Oder ist dieses in gesundem Maße wirklich schon damit verbunden, dass ich einmal den Mediziner um Rat frage, weil es auch kontraproduktiv sein könnte, wenn ich mir jetzt weiß, der Geier, was ich überall finde, wo draufsteht, ist gut für dich dann genehmig.

Dr. Frank Styra: Also tatsächlich das, was ich angesprochen habe, Kuckermin, da gibt es schöne Studien dazu, dass das wirklich, wenn man das ergänzend zur Ernährung dazunimmt, dass es wirklich auch anti-entzündlich wirkt im Gelenk. Es gibt über 1000 Studien zum Kuckemin. Das Vitamin C ist da lange bekannt, das Problem ist nur, dass das Vitamin C ein wasserlöstes Produkt ist. Das erkennt jeder. Wenn man Vitamin C nimmt, dann wird das halt auch wieder ausgeschieden und es wird alles nur gelber dann, wenn man auf die Toilette geht. Das heißt, das ist eine Sache, die muss man tatsächlich dann auch regelmäßig zu sich nehmen. Dann gibt es diese klassischen Chondroitine, Glucosamine, die wir schon ewig lang kennen, die seit über 40 Jahren auf dem Markt sind. Das stimmt. Kleine Bausteine für den Gelenkstoffwechsel, die man tatsächlich oral zu sich nehmen kann, die aber nur ein kleiner Baustein für den Gelenkstoffwechsel sind. Das heißt, das ist nur ein Teil, den der Körper braucht. Aber auch da hat die Uni Freiburg zeigen können, mir in Übersicht zu arbeiten, dass das durchaus positive Wirkung hat. Aber man darf eben nicht sagen, das isses und ich brauch nichts anderes. Das Beste bei der Ernährung ist eigentlich grün-gelb-rot an Gemüsen und Früchten. Dann ist man da eigentlich immer gut unterwegs, wenn man darauf achtet, dass man wirklich diese Ernährungen zu sich nimmt, die diese Farbstoffe hat. Weil diese Polyphenole, diese Bio-Farbstoff im Gemüse und in den Früchen sind einfach wichtig für unsere Stoffwechsel, für die sogenannte Antioxidantien.

Ela Wildner: Das heißt, eine gute, gesunde Ernährung generell eher Ergänzungsmitteln vorziehen.

Dr. Frank Styra: Das immer. Das ist immer die Basis. Ganz klar. Das brauchen wir. Wir brauchen das für den Darm. Wir brauchen die Faserstoffe und die kann man eben nicht ersetzen durch ein Nahrungsergänzungsmittel. Aber wenn man es eben in einer gewissen Weise nicht über die Nährung ausreichend zu sich nehmen kann, dann ist das überhaupt nicht falsch, das noch zusätzlich ein wenig zu ergänzen, damit man zumindest mal die Speicher auffüllt und aus einem Loch herauskommen kann.

Ela Wildner: Man kann das einfach mal versuchen, sagen sie, wie ist es denn generell? Also dann muss ich ja im Grunde schon wissen, dass meine Knieschmerzen ja auch atrose bedingt sind. Also wie stelle ich erst mal fest, das ist es überhaupt und nicht irgendwas ganz anderes.

Dr. Frank Styra: Gute Frage. Also letztendlich ist es tatsächlich so. Die meisten gehen dann zu Dr. Gubel oder Dr. Yahu oder hören das von irgendeinem Bekannten in der Laufgruppe. Und man kann da, ich sag mal, wenn ich da Pushwerden habe, durch ein bisschen Selbstübungen und Beseglichkeit und was man so nachgelesen hat, in der Regel auch nichts falsch machen. Aber es macht dann natürlich Sinn irgendwann mal zu sagen, wenn das ein Thema ist, was nicht nur vorübergehend ist, sondern immer wieder auftritt, dass man sich dann an einen Sportmediziner oder respektive einen Orthopäden wendet, der sich das Gelenk anschauen kann, der dann wirklich mal schauen kann, wo habe ich denn die Schmerzen und halt mal gucken kann, was stört denn da gerade, der dann aber natürlich auch schauen kann. Gut, da ist Arthrose. Wo kommt die denn her? Kommt die aus einer Überlastung, einer alten Verletzung? Kommt sie durch eine ständige Fehlstellung her? Das war das, was angesprochen hatte, die Beinachse, die Belastung. Wie gehe ich? Wie stehe ich? Wie ist mein Muskelapparat?

Speaker 4: Ja.

Dr. Frank Styra: Kommt die durch eine grundsätzliche Übersäuerung des Körpers. Das kann eine Harnsäureüberlastung sein, da gibt es immer wieder Patienten. Das kann ein entzündliche Erkrankung, rheumatoide, arthritis sein. Das heißt, wenn jemand irgendwelche anderen Themen im Körper hat, die ständig zu Entzündungen führen, dann kann es sein, dass diese Kniebeschwerden, wo vielleicht ein geringer Verschleiß ist, der gar nicht Beschwerden machen müsste, aktiviert werden und dann auch in der Entzindung hängt. Und das ist eben genau die Sache. Da sich natürlich die Struktur lokal anschauen, also ich muss das Knie untersuchen, aber zum Knie gehören halt auch die ganzen Ketten und die ganze Statik und wie ich gehe und wie stehe und wie auch mein Alltag lebe. Und das ist eben Aufgabe eines Orthopäden, das in kleinen Schritten rauszukriegen und dann abhängig davon zu reagieren.

Ela Wildner: Wahnsinnig komplex war, wie Sie sagen, das dann die Aufgabe des Orthopäden. Ich habe jetzt noch gar nicht gefragt, wir reden jetzt immer übers Knie, es kann aber Arthrose in grundsätzlich jedem Gelenk geben, richtig?

Dr. Frank Styra: Genau, das typische und auch best untersuchte Gelenk der Arthrose ist nun mal das Knie.

Speaker 3: Mhm.

Dr. Frank Styra: Alle großen Studien suchen sich eines der großen Gelenke und das ist nun mal das Knie, was ja sehr mobil ist in der Bewegung, ist aber ein Stabilisator zwischen dem beweglichen Sprunggelenk und der bewegliche Lüfte und kann extrem viel abfangen und das ist auch das, was natürlich die meisten Leute, wenn das nicht funktioniert, stört. Und deswegen wird es sehr gerne für diese Studien hergenommen. Aber die Arthrose kann letztendlich natürlich jedes Gelenk betreffen, was irgendwie wenn ein Knorpel überzogen ist und eine Synovia hat, also eine Gelenkschleimhaut, das ist das Organ, das den Stoffwechsel im Gelenk in Griff hält. Sie müssen sich das vorstellen wie eine Mundschleimhaut, wenn die in Ordnung ist, funktioniert die für unseren Stoffwechsel. Wenn das entzündet ist, dann tut das richtig weh, wenn ich was Saueres esse. Und so ähnlich muss man sich das vorstellen zum Gelenk. Wenn die Schleimhaut, die das Gelenks versorgt, die für den Stoffwechsel verantwortlich ist, wenn die entzündet ist, dann produziert die Flüssigkeit, das ist der Gelenkaugust, dann tut es weh, dann mag das der Körper nicht. Und das ist eben genau das, was wir dann spüren. Und das kann in jedem Gelenke auftreten, was eben mit so einer Schleimerhaut auch ausgekleidet ist, ob das im Handgelenk ist, im Ellbogengelenk, Schulter, Rüfte, Sprunggelenk. Also gibt es am ganzen Körper. Auch in der Würde soll es sein.

Ela Wildner: Wahrscheinlich auch nicht sehr angenehm. Generell nicht, wenn man das hat, aber bei Läufer ist, glaube ich, das Knie wahrscheinlich das populärste, was einfach am häufigsten vorkommt.

Dr. Frank Styra: Ja, tatsächlich. Aber das Kniegelenk ist eben das Sandwichgelenk zwischen Fuß und Rumpf. Also Hüfte geht ja dann rein ins Becken und die Wirbelsäule und das Kni ist genau dazwischen angebracht. Und wenn jeder mal im Sitzen seine Füße bewegt und dann in die Streckung und die Beugung, dann sieht er, oh, wie toll ist das für das Gehen, das Sprunggelenk beweglich, das Obersprunggelenke. Wenn ich hingehe, beuge ein Bein an und drehe, merke ich, wie toll ich bin. Die Hüfte beweglich. Das sind Mobilisationsgelenke. Dazwischen ist das Knie, was alles abfangen muss. Als Stabilisator, aber gleichzeitig für einen Roll-Gleitmechanismus, Ausweihmechanismus und das ist hochkomplex von unser größtes Gelenk im Körper, von den Gelenksächen her und deswegen kriegt es natürlich ganz, ganz viel ab. Aber die Ursache für die Arthrose liegt dann oft eben woanders. Das kann der Statik sein, das kann im Laufen sein, das heißt, deswegen muss ich mir das alles anschauen. Hier höchste die Durgesäule Sprunggelenk und das Kniegelenk ist dann oft eben genau das Gelenk, was darunter leiden muss und die Themen, warum es sich entwickelt hat, kommen ganz woanders her.

Ela Wildner: Eigentlich klingt das so, als sollte jeder ganz frühzeitig im Leben mal zu so einer Bewegungsanalyse gehen und sich durchchecken lassen, wie die Achsen in den Gelenken sind, damit der Verschleiß gar nicht erst entsteht.

Dr. Frank Styra: Ja, da haben Sie recht. Das ist das, was ich jeden Tag hier erzähle. Mittlerweile ist ja die Orthopädie integriert in die Unfallchirurgie oder umgekehrt. Das heißt, es waren ja zwei verschiedene Fachärzte, die natürlich vieles gemeinsam haben. Und die wurden irgendwann im Sinne unserer Amerikanisierung der Gesellschaft mal zusammengefasst, wenn man meinte, man müsste auf einiges an Inhalten verzichten und man könnte zwei Fachärzte in einen integrieren. Da ist vieles von dieser Basis. Verloren gegangen. Und das waren politische Entscheidungen, auch von der Kosten her, und man meinte, was Gutes zu tun. Aber tatsächlich war es in den 70er Jahren, bis Anfang der 80er Jahre noch so, dass Kinder, die in eine weiterführende Schule kamen, ob es das Gymnasium oder die Altschule oder was auch immer war, dann wurde in den ersten Wochen kam und Autopäde oder Hausarzt oder Sportmediziner und hat so einen Wirbelsäulencheck gemacht. Da hat man so Skolioseprogramme noch gefahren, da hat man einfach mal geguckt, ist da irgendwas und hat ansonsten entsprechendes Training verordnet etc. Das findet heute nicht mehr statt und da wurden zumindest die schweren Fälle, was so Statik und Haltung angeht, frühzeitig gefiltert und wurden einer Therapie zugeführt. Und das passiert heute gar nicht mehr und wir sehen immer wieder die ganzen Fehlhaltungen von Wirbelsäule, Becken und so weiter. Die später erkannt werden, leider zu spät.

Speaker 4: Mmh.

Dr. Frank Styra: Und dann auch eben eine Auswirkung auf die Achsen haben. Wenn das Becken nicht richtig steht, habe ich eine Fehlbelastung von oben her in der absteigenden Kette auf ein Kniegelenk oder auf andere Gelenke. Und so können natürlich ein kleines Gelenken im Becken, an der Wirbelsäule, in der Hüfte, wo auch immer es zu einer Fehl belastung kommt und dann irgendwie langfristig und mittelfristig zu einem Verschleiß und dann auf zu einer Schmerzfachstnatrose. Und das ist eben genau gute Physiotherapeuten, die da gerne einen Blick für haben, Sporttherapeuten oder eben Sportärzt, die sagen, ich untersuche den Haltungs- und Bewegungsapparat, nicht nur einfach ein Gelenk, schau mir nur ein Gelnk an, schaue mir das Ganze an, eigentlich erkennen können und das ist so ein Präventionsprogramm, was eigentlich im Wachstum immer mal gemacht Zahnarzt geht und wird geschaut, ob er eine Zahnspange braucht. Die Zahnärzte haben die Präventionsprogramme auf den Weg gebracht. Es gehört eigentlich eine Überprüfung des Haltungs- und Bewegungsapparates bei Heranwachsenden, ich sag mal, spätestens mal ab 12 aufwärts. Da kann ich viel vermeiden werden.

Ela Wildner: Ja, dann hoffen wir, dass jetzt auch möglichst viele zuhören, die mit Arthrose noch gar nichts zu tun haben und genau so was dann mal durchführen. Bevor wir nochmal auf die Therapiemethoden, wenn es vielleicht dann doch ganz schlimm ist, kommen, gibt es noch weitere Vorbeugungsstrategien.

Dr. Frank Styra: Ja gut, wir haben ja hier das Thema Run-Up-Work, ne?

Ela Wildner: Mhm.

Dr. Frank Styra: Und laufen. Und ein wichtiges Thema ist natürlich zur Vorbeugung, zum Schutz ein vernünftiges Schuhwerk. Das kennen die meisten Läufer, die geben viel viel Geld aus für gute Schuhe. Gutes Schuhwerke, da kann man sich, kann man hier anfangen und in zwei Stunden immer noch weiter reden. Aber eins ist Basis. Der Dämpfungsmechanismus sollte dem Gewicht angepasst sein. Also ich kaufe mir nicht das rosa oder das goldene oder das blaue Schuhwerk, was schön ausschaut, sondern ich sollte mich beim Fachmann, und da gibt es ja viele, viele gute Laufgeschäfte, beraten lassen, welches Schuhwerke ist für welche Gewichtsklasse geeignet. Dann gibt es das Thema, was ich vorhin angesprochen habe, was die Fehlstellung angeht. Da gibt es auch ganz viele Schuhe, die mit einer Stammstation außen oder innen arbeiten, weil im Laufgeschäft festgestellt wurde, ich knicke irgendwo nach innen. Das ist eine Sache, das ist zwar nett, aber da bin ich einfach der Meinung, das ist so ein komplexes Geschehen und da sind Schuhen, die konfektioniert sind für Millionen, nicht so geeignet, wie wenn ich mir ein vernünftige ... Führende, stabilisierende, entlastende Einlage machen lasse in einem entsprechenden Fachgeschäft, die sich auch mit Sportlern auseinandersetzt und die nicht einfach eine stützende Einlage machen wie vor 20, 30 Jahren, sondern wirklich eine vernünftige Einlage, die für einen Läufer geeignet ist. Und da gibt es ganz, ganz viele gute Entwicklungen aus den letzten zehn Jahren. Aktuell gibt es ein ganz tolles Studienprotokoll an der Uni Erlangen, die sich mit neuen Materialien auseinandergesetzt haben und da sind jetzt Einlagen auf dem Markt. Da tut sich ganz, ganz viel und die sind auch... Aktiv stabilisierend, also nicht nur einfach stützend, sondern die unterstützen positiv, also wirklich biologisch und geben auch Rückmeldung, sodass ich immer in einem Trainings-Effekt des Fußgewölbes bleibe. Das ist wirklich, glaube ich, der größte Schritt, den wir jetzt in diesem Einlagenwerk der letzten 20, 30 Jahre hatten, dass mit den tollen neuen Materialien, der gearbeitet wird, mit denen man nicht nur den Fuß... Schützt in der Spur, sondern auch aktiv die Energie zurückgibt. Und das ist wirklich ein großer, großer Schritt.

Ela Wildner: Aber das sind dann schon diese Einlagen, die man sich eben beim Profi anfertigen lässt, die individuellen, oder sind das welche, die man dann kaufen und einfach in den Schuh legt?

Dr. Frank Styra: Nein, nein, eben nicht einfach kaufen, sondern die werden, da wird der Fuß gescannt, da macht man nicht einfach nur einen Scan von unten her, wie das in einem normalen Orthopädie-Techniker klassischerweise macht, sondern man macht auch eine Bewegungsanalyse, man macht natürlich den statischen Scan, man mach aber eben auch die Bewegungs-Analyse und dann wird eine Einlage individuell erstellt. Und wenn man weiß, okay, die Einlage soll jetzt für Golf sein oder die soll für Laufen sein oder sie soll für den Büroschuh sein, dann wird die natürlich anders gebaut. Aber es gibt halt jetzt einen, klassischerweise wurde das früher mit Kork, mit Leder, mit verschiedenen Produkten CAD-gefräst gemacht, die aber letztendlich unterschiedlich stark dämpften oder stützten. Aber die Energie nicht zurückgeben. Und es gibt halt die Möglichkeit, es gibt eine Technik jetzt, womit Silikon gearbeitet wird, was ja primär erst mal nachgibt. Das ist das Problem vom Silikons, aber ein schön verformbarer Stoff ist. Und da gibt es jetzt eine spezielle Entwicklung aus der Industrie, die in einer speziellen Wabenstruktur angeordnet wird, in einem 3D-Druck, sodass ein Federmechanismus ergibt und die verformt sich je unter Belastung und gibt die Energie wieder zurück. Das heißt, eine echte Aktiv-Einlage und die ... Zwingen einen nicht den Fuß in eine Form und er wird dann faul, sondern er bleibt immer trainiert. Und das ist jetzt wirklich der moderne Weg, da tut sich jetzt eine ganze Menge, es werden immer mehr so Einlagen in die aktive Form jetzt gebracht. Aber das ist so der moderner Weg, wo wir uns viel von versprechen, wo wir auch in der Arthrosetherapie sehen, dass die Patienten sagen, das ist ein ganz anderes Gefühl. Ich bleibe aktiv im Fußgewölbe und das ist ja genau das, was ein Läufer haben will. Der sagt, Mensch, auf einmal habe ich nicht nur die Rückmeldung, sondern mein Gewölbe wird weiter trainiert. Wir haben so viele Muskeln im Fußgewölbe, die sollen wir ja nicht faul werden lassen. Und das ist hochspannend und da hat es jetzt wirklich eine tolle Entwicklung gegeben und ich glaube, dass es auch neben den Therapiemethoden, auf die wir vielleicht noch kommen, was man am Gelenk selber machen kann, ein ganz, ganz großer Schritt in die Richtung. Auch hier aktiv zu arbeiten und die Füße aktiv zu halten.

Ela Wildner: Das klingt so, als würde analog zu den Laufschuhen selbst, die auch ja immer technologisch ausgefeilter werden und auch energie rückführende Schäume haben, sich eben auch da in dem Bereich ganz viel tun. Ja, spannend.

Dr. Frank Styra: Ja, auf jeden Fall. Und das meine ich eben. Und die kann man verordnen. Da wird auch bei gesetzlichen Patienten der entsprechende Pflichtteil über die Krankenkasse bezahlt. Also von daher, das ist eine gute Entwicklung. Und da ist letztendlich eine individuell angepasste Einlage für den Laufschuh, für den Freizeitschuh, den Tennisschuh wie auch immer natürlich besser als letztendliche das kontextualisierte Teil, was da im Schuh verbaut ist.

Ela Wildner: Das ist auch gut, dass wir drüber sprechen, weil vielleicht der eine, die andere vor zig Jahren schon mal solche alten Einlagen bekommen hat und davon abgeschreckt war. Hier ist dann die Neuigkeit, dass es sowas inzwischen auch viel funktionaler gibt.

Dr. Frank Styra: Auf jeden Fall, ja.

Ela Wildner: Ja, sehr schön. Lassen wir uns doch noch mal weiter über die Therapiemöglichkeiten sprechen bzw. Zur Vorbeugung. Gibt es da noch andere Punkte? Jetzt war ich vielleicht zu schnell.

Dr. Frank Styra: Zur Vorbeugung. Ich glaube, wir haben die Ernährung, wir haben den Sport, das Muskeltraining, die Beweglichkeit, das haben wir angesprochen. Also Stabilität, Beweklichkeit. Das ganze Training und eben auch ein Gelenk zu belasten ist einfach wichtig, weil ein Gelenkt, was nicht belastet wird, wird faul. Es muss immer wieder belastest, wenn der Stoffwechsel im Gleichgewicht gehalten wird. Dazu eignen sich natürlich, wenn ich schon Arthrose habe, eher Sportarten, die nicht so viel in Stoßbelastung unterlegen, sondern vielleicht mehr in Gleitbelastungen, wie dann eben Fahrradfahren, was nicht jedem liegt, oder Rudern oder oder oder. Aber letztendlich geht es darum, eine moderate und regelmäßige Belastung ist für jedes Gelenk wichtig.

Ela Wildner: Aber dann so ein bisschen diese ganze Belastung des Körpergewichts rausnehmen, dadurch, dass man eben nicht mit jedem Schritt auf den Boden auftritt.

Dr. Frank Styra: Ja gut, es geht halt um diese Spitzenbelastung. Das heißt also, klar, wenn ich natürlich jetzt ein entzündetes Gelenk habe und immer wieder auf das draufsteige und das mit aller Gewalt belastet und auf die Zähne beiße, das ist nicht gesund. Aber wenn ich aus der Zündung raus bin, dann muss ein Gelenke einer normalen Alltagsbelastungen oder auch dann vor raten sportlichen Belastungen eigentlich standhalten. Und das gilt es halt wieder ins Gleichgewicht zu bringen und dahin zu trainieren. Am Schluss geht es ja darum, so lange wie möglich das eigene Gelenkstück zu halten und eine mögliche Operation bis hin zur letzten möglichen Operation, dem Teil oder dem kompletten Gelenkersatz, das so lange, wie möglich, rauszuschieben oder zu vermeiden.

Ela Wildner: Gut, wann müsste man das denn machen? Das ist jetzt so das letzte Extrem, da gibt es ja vorher wahrscheinlich noch ganz viele andere Sachen, die man eben probieren kann.

Dr. Frank Styra: Genau, wir haben über die Ernährung gesprochen, über den Sport, über das Training, über die ganze Ganze. Und dann ist es letztendlich so, wenn ich im Gelenk einen Schaden habe, den ich mit diesen Methoden zwar unterstütze, aber nicht so weit in den Griff kriege, das sage ich nein, das funktioniert nicht, der schreitet voran, oder er tut weh, oder schreite voran und tut wehe. Das sind die Dinge, die man nicht haben will. Dann ist es auch wichtig zu überlegen, ob man vielleicht auf Gelenksaiter arbeitet. Und dann komme ich nicht drum herum zu sagen, ich arbeite mit Medikamenten, die letztendlich so verstoffwechselt werden, dass sie im Gelenk angreifen. Das können allererster Linie irgendwelche anti-entzündlichen Medikamente sein, die klassischen, die man kennt, wie Ibuphen und so weiter, die mal vorsichtig moderat unter ärztlicher Anleitung eine kurze Phase nehmen kann, um eine Entzündung zu durchbrechen. Und wenn man aus der Entzindung raus ist, da hat man schon eine Menge geschafft. Die aber natürlich nicht dafür da sind, dass man sie langfristig, damit die Entzündung unterdrückt, wenn sie nicht weggeht. Und dann gibt es die Möglichkeit zu sagen, wenn das nicht ausreicht, dass man mit Mitteln arbeitet, die Entsündungen im Gelenk in allererster Linie durchbrechen und es schaffen, dass der Körper wieder in ein Gleichgewicht kommt. Und das sind dann Sachen, die man auch ins Gelenke reinspritzen.

Ela Wildner: Also die schon angesprochenen Hyaluronen.

Dr. Frank Styra: Die Hyalurone sind das bekannteste Produkt, das man ins Gelenk reinspritzen kann. Das gibt es ja seit über 40 Jahren in der Orthopädie und das war sicherlich damals ein Game-Changer, ist aber eben kein Wundermittel. Klassischisch kennt man das Cortison, das ist das bekanntste. Das ist ja letztendlich ein körpereigenen, hormonähnliches Hormonpaparat, was man da reinspritzt, damit der Körper aus der Entzündung rauskommt. Das darf in ganz seltenen Fällen noch mal gemacht werden, wenn es nicht anders geht. Aber das ist keine Dauersituation. Am Schluss muss ich schauen, dass sie auf eine biologische Art und Weise die Entzündung durchbrechen. Da gibt es die sogenannten autologen Zelltherapien. Viele sagen Eigennuth-Therapien, aber es geht halt letztendlich darum, das, was der Körper hat, zur Verfügung hat, nämlich das Blut, was ja alle möglichen Kampfstoffe hat, die wir brauchen und Reparationsenzyme. Jeder kennt die weißen Blutkörperchen, die dann ansteigen, wenn wir irgendwo eine Erkältung haben oder Fieber oder ein Effekt. Das ist so der eine Teil des Blutes und dann haben wir ganz viele Separationsstoffe im Körper, im Blut, in den Blutplätzchen, wenn wir zum Beispiel Wunde haben, die wieder verheilen muss, weil wir es geschnitten haben. Und mit diesen Stoffen kann man biologisch den Körper unterstützen. Das wird es durch einfache ... Blutabnahme- und Trennmechanismen hergestellt. Das macht man seit Anfang der 2000er Jahre. Und kann dann mit dem körpereigenen Stoff versuchen, die Entzündung zu durchbrechen im Körper, dass diese Schleimhaut, die ich vorhin angesprochen habe, die eine Entzindung ist, wieder zur Ruhe kommt.

Speaker 3: Mhm.

Dr. Frank Styra: Und sich regeneriert, weil dann habe ich da so weit Ruhe reingebracht, dass die hoffentlich wieder die Versorgung des Gelenkes übernimmt, denn der Körper kann, und da sind wir bei den Hyaluronen, die Sie angesprochen haben, kann bis zum Lebensende körpereigene Hyalurene produzieren, wenn er nicht, wenn das Gelenk nicht in Entzündung ist. Das Problem, was wir haben, ist, dass Gelenke, diese Schleimhauten in der Entzindung, wird dieser Mechanismus der Versorgung mit Hyaluronen, entsprechenden Kollagenstoffen, die der Körper selber herstellen kann, eingestellt und er bildet die Kampfstoffe, diese Entzündungsstoffe und dann tut es weh und gleichzeitig versorgt er nicht mehr so gut. Das heißt, da ist Alarm drin und ich muss diese Entsündung durchbrechen. Und das macht man eben mit diesen Orthobiologikern, das ist so ein neumatisches Wort, aber das hört man da immer in dem Rahmen. Das heißt man arbeitet mit diesen körpereigenen Stoffen. Auf der anti-entzündlichen Seite mit Serum, auf der reparativen Seite mit Plasma, dass man das mal gehört hat, und kann dann gezielt arbeiten. Und das ist nur eine Unterstützung der körpereigenen Biologie, keine Wundertherapie. In aller Munde sind auch immer wieder jetzt zuletzt Stammzelltherapien auch nie, helfen da, sind aber nur begrenzt zugelassen. Aber das sind alles körpereigene biologische Sachen und wenn der Körper da umswitcht und wieder in die Versorgung geht, dann kann es sein, dass er es selber schafft, ausreichend diese Hyalurone zu bilden. Das merke ich, indem ich nicht weiter verschleiße bzw. Nicht wieder in den Entzündungskoffen komme. Dann ist das schon super. Dann kann der Körper das. Und wenn es noch nicht reicht, weil der Körper vielleicht mit 65 plus nicht mehr so viel produziert wie mit 15 plus.

Speaker 4: Hmm.

Dr. Frank Styra: Dann kann man mit den Hyaluronen arbeiten und kann gezielt ein-, zwei-, dreimal oder auch komplexere Hyaluren mit weniger Spritze, es gibt so Hochkomplexe, geben, dass der Körper unterstützt wird, diesen eigenen Mechanismus wieder anzuwerfen. Das ist nicht so, dass dann der Körper, wenn ich eine Spritzen gebe, jetzt geschmiert ist für lange Zeit, sondern diese ganzen einfachen Hyalurene sind nach ein, zwei Tagen raus. Das ist ja schnell. Ja, genau, so ist das. Das war schon immer so. Aber es funktioniert dann, wenn der Körper angetriggert wird, weil der kann das nämlich und sagt, ey, ich mach's, schmeiß es wieder an. Und das ist die Sache. Das heißt, diese Medikamente sind einfach nur eine Ankurbelung. Das körpereigene Mechanismus. Und wenn der Körper es noch schafft, das sind die Patienten, die sagen, cool, mir hat's geholfen. Es gibt aber auch vielleicht 30, 40 Prozent, die sagen, nö, das war ein Blödsinn, hat mir nicht geholft. Da hat es nicht ausgereicht. Und dann gibt es da dann auch teilweise hochkomplexe Hyalurone, die über eine Woche abgebaut werden. Die sind deutlich voluminöser. Die schmieren tatsächlich auch ein bisschen und die triggern das Ganze mal wie so ein TranX-Lager mal über eine Woche an, sozusagen. Oder es gibt auch welche, die... Die hochkomplex sind, die gibt es aber auch schon seit 15 Jahren oder so auf dem Markt oder 20 Jahren ungefähr, die so hochkomplext sind, dass die über zwei bis vier Wochen langsam abgebaut werden, je nachdem wie stark der entzüglichen Mechanismus im Körper ist. Das heißt, ich habe einen sehr viel höheren Trainingseffekt auf der Gelenkseite und wenn der Körper damit die Kurve kratzt, dass er wieder in eine Versorgung reinkommt,

Speaker 3: Mhm.

Dr. Frank Styra: Dann sind das die Patienten, die sagen, hey, super, ich habe da Therapie gemacht und das hat mir geholfen. Und ich gehe da vielleicht jetzt alle halbe Jahr hin, um das nochmal anzustoßen, damit der Trainings-Effekt dabei bleibt. Aber ich habe seit Jahren die Prothese vermieden und ich sollte eigentlich operiert werden. Also das ist eben genau das, was die Biologie dahinter ist und das ist biologisch erklärt. Das ist kein Voodoo. Das ist tatsächlich auch schon eine alte Therapie. Es gibt natürlich immer wieder neue Produkte, die da kommen. Und es ist aber eben keine Wundertherapie und das ist so ein bisschen das Problem. Es wird mal die Einrichtung gesprochen von irgendwelchen Lobbyfirmen aus der Farm. Also wir haben die neue Wunderpräparat und dann wird wieder von der gesetzten Krankenkasse oder Igelmonitor gesagt, das ist doch alles Nude und Quatsch. Aber da muss man halt sagen, das sind Lobbyvereine und wenn man diese Studien sich jetzt angeschaut oder diese... Das ging ja vor einiger Zeit durch die Presse, die sich anschaut und genauer reingelesen hat. Die haben halt nur ein paar Spiele gezeigt, die ihnen gepasst haben. Aber die Wissenschaft, die es da zwischendurch gibt, das ist halt leider nicht seriös. Nicht von den Krankenkassenverbänden, die irgendwas wollen, auch nicht von der Pharmaindustrie, sondern da brauchen wir einen Spezialisten, einen Autopäden des Vertrauens vor Ort, der sich mit sowas auskönnt und halt mit ihnen berät, was für sie richtig ist. Ja, und es gibt da keine neue Wundertherapie in den letzten Jahren. Es gibt immer nur bessere Weiterentwicklungen, bessere biosynthetisch hergestellte Produkte oder eben die körpereigenen Autologenzertprodukte, die wir immer besser verstehen.

Speaker 3: Mhm.

Dr. Frank Styra: Und auch verstehen, dass wir damit eigentlich nur die körpereigene Biologie unterstützen. Das ist Latrose-Therapie und da gibt es viele, viele Patienten, die davon so profitieren, dass sie entweder über viele Jahre eine Operation rausschieben können oder vielleicht den Stoffwechsel auf der Gelenkseite aus der Entzündung rausbringen.

Speaker 3: Mhm.

Dr. Frank Styra: Sodass, wenn sie operiert werden, nachher auch ein gut funktionierendes Gelenk haben. Das hilft ihnen eine Prothese, die sie drin haben, die zwar moinke mit schön ausschaut, aber sie immer noch in Entzündung sind und sagen, tut aber immer noch weh.

Ela Wildner: Das bringt dann nicht so viel. Das ist tatsächlich sehr spannend, den Mechanismus dahinter zu verstehen. Ich lerne da auch dazu gerade, weil es dann eben einfach nicht so ist. Man setzt einmal eine Spritze und dann ist es geheilt. Also den Stoffwechsel ankurbeln. Ja, wirklich wertvolle Information. Sie haben jetzt schon gesagt, es gibt die Patienten, die drauf anspringen. Ich wollte noch mal so nach positiven Geschichten aus Ihrer persönlichen Praxiserfahrung fragen. Also... Gab es vielleicht schon Fälle, wo jemand dachte, ich kann mich gar nicht mehr bewegen und oh Gott, ich muss jetzt den Rest meines Lebens auf der Couch verbringen und dann ging es aber doch wieder durch die richtige Therapie.

Dr. Frank Styra: Ich habe da jeden Tag eigentlich Patienten gekommen, die mir geschickt werden, auch von Kollegen, mit der Frage, kann man hier noch etwas mit solchen Arthrose-Therapien oder Injektionstherapie erreichen oder ist das vielleicht ein Fall, der doch operiert werden muss? Und da gibt es wirklich viele Fälle und ich erinnere mich da an einen Herren, der vor über zehn Jahren zu mir kam, war gerade frisch so im Rentenalter. Vorstand von einer großen Firma und intensiver Tennis-Spieler mit einem Knie, das war gruselig aus. Wirklich gruseln, kam nicht mehr komplett in die Streckung rein, mit einer Fehlstellung im Ohrbein, denn man konnte diese Fehlstellungen auch wirklich ertasten, man merkte so da wächst schon der Knochen raus, der sagte, ihr könnt uns mal alle, ich will... Weiterhin Tennis spielen. Ich will noch keine Prothese. Ich war schon bei dem Spezialist und dem Spezialisten und die wollen mir eine Prothase einbauen. Ich musste ehrlich sagen, von dem Röntgenbild habe ich auch nicht dran geglaubt, dass das jetzt über die Zeit bringt. Aber er hat mir gesagt, er kann die nächsten Monate sowieso keine Operation machen und er möchte das gerne probieren. Und er möchte mit diesen... Autologen Zelltherapien, mit einer intensiven Trainingstherapie bei guten Therapeuten und dann auch mit den verschiedenen Viroleronen arbeiten, weil er noch beruflich gut nebenher ein bisschen im Bundes- und im Tennis in der 7-Jahre-Weltrangliste unter den Top 50 im Einzel- und unter den top 30 im Doppel aktiv ist und Tennis-Turniere auf Mallorca und hier und da spielen, also das ist richtig beschäftigt. Ja, gegen die größten Wege, ja, Movilas und diese aller Heißen, die man aus der früheren Zeit kennt.

Speaker 3: Okay.

Dr. Frank Styra: Also hochspannend und er hat mir ganz klar gesagt, er hat es damit auseinander gesetzt und er möchte das probieren und letztendlich haben wir uns dann auf ein Trainingsprogramm und auch auf dieses Gelenktrainingprogramm eingelassen mit den autologen Zelltherapien im Start, um die Entzündung im Gelenk zu durchbrechen und dann in kleinen Schritten mit den einfachen Hyaluronen, um ein System erstmal anzutrigern. Dann mit komplexeren Hyaluronen bis hin zur olympischen Variante, mit hochkomplexen Hyaluren, haben wir gearbeitet, so ähnlich wie im Sport, back to sports, back to play, back competition. Wenn ein Sportler aus der Verletzung kommt, geht er erst mal wieder. Ein bisschen ins erste Training rein, trainiert alleine, dann geht er ins Mannschaftstraining, kriegt mal wieder ein bisschen mit dem Ball, bis er dann vielleicht so beim unterklarzigen Verein eingesetzt, bevor er wieder Bundesliga oder Schäffelkrieg spielt. Und so gibt es so die verschiedene Therapiestufen dann, auch mit dem Choleron, begleitend in den Sportalltag. Und da haben wir dann wirklich so diesen Aufbau gefunden. Naja und der Fall ist jetzt über zehn Jahre her. Er läuft immer noch auf seinem Knie herum. Er ist gerade knapp 80 Jahre alt geworden, also der spätere Hintengang. Und er reist von Turnier zu Turnier. Und jetzt war er gerade vor Weihnachten da, weil er sagte, jetzt macht er Trainingslager auf Mauritius einen Monat. Und danach muss er irgendwo wieder seinen Senioren-Titel verteidigen. Und dann ist er, glaube ich, in Marbella und anschließend in irgendeiner Robinson Open, die er verteidige muss. Also es ist wirklich unglaublich. Und da hätte es gezeigt, dass trotz des fortgeschrittenen Lenkverschleißes und wenn man das hier Röntgenbild anschaut, sieht man wirklich eigentlich besser eine Prothese rein, nach Nachsicht und Verständnis. Aber er sagte, ich kann da schmerzfrei drauf rumlaufen, ich kann drei Stunden Tennis spielen. Das ist zwar krumm, das Bein, aber ich kann drei Stunden Tennen spielen. Und wenn ich in gewissen Abständen meine Auffassung mache, er macht seinen Sporttraining, er macht seine Regeneration, also er ist da ziemlich konsequent. Dann habe ich einen tollen Alltag und das kann ihm keine Prothese versprechen. Solche Fälle muss man kontrollieren und das weiß er auch und der ist auch ganz vernünftig. Der weiß in gewissen Abständen werden dann auch entsprechende Bilder gemacht bis hin zum MRT, um zu gucken, ist der Knochen auch ausreichend geschlutet, verpassen wir da nichts. Aber das ist wirklich etwas, was man mit Training... Auf der körperlichen Seite, fast den Muskeln et cetera, Beweglichkeit und auf der Gelenkseite mit den autologen Zelltherapien, mit den speziellen Hyaluronen bis hin zur Komplexvariante, olympischen Variante tatsächlich machen kann. Nicht jeder, bei jedem klappt es, aber es ist eine biologische Sache und keiner vergibt sich was damit.

Ela Wildner: Ja, tolle Geschichte und sensibilisiert auf jeden Fall dafür, dass so ein sportlicher Ansatz ja auch gut ist. Also deswegen sagte ich das Ganze zu Beginn, dass uns eben der Sportbezug immer so wichtig ist. Denn ich glaube, oft hört man auch, ja, machen Sie mal Pause und dann wird das vielleicht schon wieder. Und gerade Sportler haben ja dann eben auch diesen Willen, das Training zu machen, damit es wieder besser wird und langsam wieder einzusteigen. Und das ist ja dann toll zu sehen, dass das auch funktionieren kann, auch in solchen drastischen Fällen.

Dr. Frank Styra: Aber um dann eben, sie sagten ja eben, welche Beispiele haben wir, jetzt habe ich Beispiel gebracht, 70 plus.

Speaker 3: Mhm.

Dr. Frank Styra: Beispiel junger Olympioniker. Da gilt genau das gleiche, wenn ich aus einer Verletzung komme. Und wir haben Olympioniken, die Knieverletzungen haben. Das ist nun mal einfach bei Sportlern, die wir haben. Wir haben Skifahrer, Snowboarder, Kampfsportler, Judo, Taekwondo, was weiß ich. Da macht der Gegner, wenn wir dann beim Judo nicht immer das Gleiche, was ich bin. Ja, und dann kann es zu einer Verletzung kommen. Und so kam es dann zu Verletzung, die mit einem abgerissenen Miniskuss, eingeklemmten Miniskus, Miniskussennaht, was weiss ich auch, dann vielleicht auch zu Operationen führte oder einer Verlessung eines Gelenkes. Dann tut das Gelenk erst mal weh. Dann geht man wieder in die Physiotherapie, baut wieder auf und man kommt immer noch, ist man dann, bei Wilhelmia wieder in Leistungssport zurück, in einer Phase, wo der Körper sich noch meldet oder das Gelenk nicht noch melde. Und auch bei den Sportlern, back to sport, back to play, back competition, auch bei jüngeren Sportlernen, ist diese Verletzung in der Akutphase ernst zu nehmen. Und wenn ich immer noch in der Entzündung hänge,

Speaker 3: Hm?

Dr. Frank Styra: Und in der Überbelastung, wo der Körper sich dort nähert, dann führt das auch durch diese Entzündungsmediatoren, die der Körper ausschüttet. Zu einem Verschleiß. Das heißt, auch da kann es sinnvoll sein, dann mit diesen autologen Zelltherapien oder Hyaluron mal vorübergehend zu arbeiten. Und da werden unsere Lumpeniten auch tatsächlich von der Industrie unterstützt. Weil Sport geht nun mal nicht ohne irgendwelche finanzielle Unterstützung für die oft jungen Studenten. Und die kriegen dann ein-, zweimal... So ein entsprechendes, äh, auf Sie angepasstes Thyloron, je nachdem, was in der Phase braucht, ja. Und dann kommen Sie damit wieder in die Belastungsfähigkeit. Mhm. Dann braucht der Körper, wenn der wieder regeneriert ist, nicht regelmäßig so eine Spritze wie vielleicht der Arthrotiker mal braucht. Aber in der Therapiefase ist das wichtig. Und das wissen wir auch von den ganzen Fußball-Bundesliga-Vereinen, dass auch da bei den Vereinen immer wieder, wenn ... Nach Verletzungen zu einer noch nicht so guten Belastungsfähigkeit eines Gelenkes, ein Zwei-Zunstung-Gelenk, ein Kniegelenk, was auch immer, dann arbeitet man mit diesen Mitteln, um den Körper in der Biologie zu unterstützen, das er selber wieder produziert. Das funktioniert beim Jungen dann ja auch schnell wieder. Das heißt, diese Mittel sind nicht für Arthrose und alte Leute, sondern sie sind einfach nur zur biologischen Ankurbelung des eigenen Mechanismus und zur Unterstützung.

Ela Wildner: Im Leistungssport ist es ja auch nochmal besonders wichtig, dass man wirklich schnell wieder ins Training und in den Sport einsteigen kann. Wenn ich jetzt nochmal an Hobbysportler denke, ist es da eher so, dass es dann auch in Ordnung ist, eine gewisse Zeit lang, gefürchtet das Wort, Laufpause zu machen, wenn wir jetzt wieder vom Läufer ausgehen. Und dann eben ganz moderat, und das ist wahrscheinlich für viele noch schwieriger, sehr moderat in kleinen Schritten wieder ins training einzusteigen.

Dr. Frank Styra: Ja, natürlich. Also das, was der Körper selber schafft, wenn ich aus der Zunge rauskomme und er schafft gerade die Kurve selber, ist das Beste.

Speaker 3: Mhm.

Dr. Frank Styra: Das heißt, klar, wenn ich dann Unterstützung brauche, durch Medikamente zum Schlucken oder Spritzen auch gut. Hauptsache, ich komme aus dieser Entzündung raus und schütze mein Gelenk, der Trainingsaufbau. Sollte aber immer moderat erfolgen. Das heißt, das machen wir beim Leistungssportler auch ganz konsequent. Natürlich, wenn die Olympia jetzt in vier Wochen ist, wir haben ja jetzt im Februar dann Olympische Spiele mit unseren Wintersportlern, da haben wir Athleten, die kommen aus der Verletzung raus, ich habe eine junge Athletin gerade im Kopf. Ich kann nicht warten, das sind vier Jahre. Da muss man schauen, wie kommt man da durch? Und da muss man immer abwägen, was geht, was nicht und was ist sinnvoll? Und wie schütze ich den Sportler oder wo muss ich mal klären? Hey, stopp, du machst dich kaputt. Ja, beim Freizeitsportler ist das Wort Pause natürlich ein gefürchtetes, genauso wie bei jedem Leistungssportler. Und das verstehe ich ja auch. Aber egal, ob ich jetzt unterstützende Maßnahmen mache mit. Diesen Injectables für das Gelenk oder, oder, oder der Körper muss sich an die Belastung wieder gewöhnen. Das heißt, ich muss immer ihm die entsprechende Regeneration und geben und die Faustregel beim Läufer ist ja letztendlich immer in 10 Prozent Stufen zu steigern, was die Wochen Gesamtlaufleistung angeht. Ja, und was die Intensität angeht. Das heißt, ich muss nicht nur die Laufstrecke dann langsam steigern, sondern ich kann auch, wenn ich dann die Intesität auch, ich darf schon auf zwei Stufen steigert. Aber das ist so ein bisschen die Rückmeldung, dass so mal die Faustregel so allgemein nicht ich bin jetzt wieder frisch operiert, der Meniscus ist geheilt, fühlt sich ordentlich an und ich laufe gleich wieder 10 Kilometer. Meine übliche Runde. Nee, da muss ich halt dann leider lieber mehrere kleine Etappen und den Körper wieder an diese Belastungsfähigkeit hintrainieren. Komme ich eben in die Überlastung, komme in einen Stoffwechsel, der nicht versorgend ist. Also Anabol, das böte Wort Anabolika, das kommt ja eben aus dieser Regulation, wir kennen es vom Doping, also der Körper kann sich selber dopen, sondern in Katabol, dann verliere ich. Dann wird das Belenk angegriffen und das geht schleichend. Und das kann ich wunderbar von einem schönen Gefühl, endlich wieder die Adrenalinausschüttung, ich fühle mich toll.

Ela Wildner: Und heute laufe ich gleich mal Halbmarathon.

Dr. Frank Styra: Genau, und das fühlt sich auch toll an, ja, weil halt der Kopf ist da wieder da und man merkt das nicht so sehr. Also das ist so ein bisschen, da den Kopf einzuschalten, ist nicht einfach. Und ganz ehrlich, das ist jedem von uns schon ganz normal.

Ela Wildner: Und das Sportlern vielleicht doch auch menschlich, genau. Aber gut, es nochmal erklärt bekommen zu haben, warum es sehr, sehr, sehr sinnvoll ist, das moderat zu steigern und sich da nicht verleiten zu lassen.

Dr. Frank Styra: Ja und vielleicht wirklich, wenn ich aus einer Verletzung komme, ich muss mir ja nichts stürzen lassen, damit ich laufen kann. Ja, aber vielleicht diese Phase zumindest zu nutzen, in der Regeneration, in der Reperation und dann wieder aufs Krenierungsfall zu sagen, okay, sonst ernähre ich mich gesund, aber da nehme ich zumindest mal regelmäßig mal Vitamin E, Vitamin C, ein bisschen Kokomino, diese Kleinigkeiten zur Ergänzung, damit ich schneller in die Regenration reinkomme. Ja, unsere Leistungssportler, die steuern das natürlich über und unser Ernährungsberater, wie ist ihr? Tagesrhythmus, wieviel Proteine, Aminosäuren etc. Also eine Wissenschaft für sich, muss ich zu mir nehmen, damit ich nicht in eine Überlastung komme oder vielleicht sogar Muskelmaske verliere, weil das ist ja auch wichtig. Ja, aber wenn ich aus einer Verletzung komme, dann ist es überhaupt keine Schande zu sagen, ich nehme zumindest mal diese Sachen ergänzend dazu, damit ich schneller wieder zum Ziel komme. Das hilft ja dem Körper.

Ela Wildner: Ja, auch ein guter Punkt! Wir kommen so langsam zum Ende. Ich habe schon ganz viel gelernt über neueste Therapien, biologische Hintergründe, innovative Schueinlagen und vor allem Prävention. Und wie wichtig frühzeitige Bewegungsanalyse, nenne ich es mal, zur Arthrose Vorbeugung ist. Ich habe noch gar keine Zahlen genannt, die ich gefunden habe und mich erschreckt habe. Also ich habe eine Quelle gefunden, die sagte... Etwa fünf Millionen Menschen in Deutschland haben Arthrosebeschwerden. Das sind ja wirklich sehr, sehr viele und vor dem Hintergrund besonders wichtig zu sensibilisieren für das Thema, denke ich. Ich wollte zum Schluss gerne auch noch mal die Frage stellen, was sollten unsere Podcast-Hörerinnen und Hörer unbedingt noch wissen? Was haben wir vergessen?

Dr. Frank Styra: Wir haben nicht über die Operationen geredet letztendlich und das ist ja eben genau die Aufgabe, die sollten wir vermeiden. Es gibt, und das muss jeder wissen, auch Grenzen der Arthrose-Therapie. Trotz aller Therapien, die ich mache, zwar durchkomme, aber der Spezialist, ob der Unfallchirurg, Orthopäde, wer auch immer ist, sieht, dass ich da langfristig mir ein Problem einlaufe, sage ich mal, wo der Knochen immer weiter deformiert und ich dann vielleicht irgendwann an einen Punkt komme, wo ich sage, okay, ich lasse mich zwar jetzt operieren, aber dann ist... Das Outcome nicht mehr so gut, weil ich da zu lange rausgezogen habe. Also da muss man halt einfach wissen, so wie ein Auto, alles weil er aus dem Tisch muss, obwohl es fährt, sollte man, wenn man Arthrose hat, zumindest einmal jährlich beim Spezialisten sein und sagen Okay, es läuft, alles funktioniert. Aber bitte schau drauf, was ich falsch mache.

Speaker 3: Ja.

Dr. Frank Styra: Das ist so, dass jeder geht zum Zahnarzt, lässt seine Zähne checken, jeder geht zur Zahnhygiene hin. Das haben wir gelernt, weil wir unsere Zähnen länger halten wollen. Und so ist es eben auch wichtig, dass wir da im Gleichgewicht sind. Weil wir können operieren, wir können Beine, wenn die Achse falsch ist, wieder gerade stellen. Wir können Knorpel-Eingriffe machen, bzw. Knorpeltzell-Transplantation oder andere ersetzende Verfahren. Wir können tolle Prothesen machen, sei es Halbprothesen oder Vollprothesens, die haben auch alle ihre Berechtigungen und das sind hervorragende Operationstechniken, wenn es nicht mehr anders geht. Aber dafür muss man eben auch unter Kontrolle sein und muss wissen, wann ist ein Punkt, wo ich was verpasse. Und deswegen gehört dieser Körpercheck, dieser Statik-Gelenk-Check einfach in das Präventionsprogramm ein. Ja, und wenn man da rausgeht und sagt, super. Alles gut. Das ist ja auch schön. Und so ist beim Zahnarzt, der hat nicht gebohrt. Und so es ist tatsächlich auch beim Körper, wenn der im Gleichgewicht ist. Und da kriegt man immer mal wieder irgendwelche Tipps mit oder weiß, okay, da habe ich meinen jährlichen Check und das passt. Das gehört halt einfach gemacht, wenn man halt länger was vom Leben haben will. Und wir laufen nun mal auf unseren Küchen rum oder wir stehen und wir sitzen und so weiter zu der Wirbelsäule. Das sind ja alle so Themen und wir werden nun mal alle älter und haben alle einen hohen Anspruch. Von daher sollte man den Anspruch entsprechend auch arbeiten.

Ela Wildner: Ja, und sitzen auch nicht weniger am Schreibtisch als früher, was sicherlich auch nicht positiv ist für die Körperhaltung. Auch wenn es nicht so programmatisch ist wie bei den Zahnärzten, so ein Präventionsprogramm. Man kann aber schon zum Orthopäden gehen und sagen, so was möchte ich mal machen.

Dr. Frank Styra: Natürlich. Es ist ja auch nicht so, ich muss zum Autopäden und ich sage jetzt mal, was die Gesetze Krankheit angeht, das ist ein Gotteswillen, Prävention ist nicht unser Thema, obwohl sie eigentlich gesetzlich verpflichtet sind, ein Prozent ihrer Kosten für Präventionsauszugeben, das passiert nur nicht. Zumindest nicht ausreichend. Es gibt ja, glaube ich, keine, der nicht irgendwo mal merkt, man ist da verspannt oder da drückt was. Ja, und wenn es halt nur einfach diese präventive Check ist, also das macht immer Sinn. Man nimmt immer was Positives mit und versteht seinen Körper besser. Und vielleicht ein Thema mal, das man nicht vergessen darf. Es gibt ja viele Läufer, die vielleicht auch im Alter sind, 35, 40, 50, 60, die Kinder haben. Und es gibt viele, die irgendwo eine Thematik haben in der Fehlhaltung, die schon gelernt haben, ich habe da einen Verschleiß und das ist halt normal in dem Alter. Aber vieles kommt ja von der Statik und wenn ich weiß, ich habe dort eine Zooliose, also eine Fehlstellung in der Wirbelsäule.

Speaker 3: Hm.

Dr. Frank Styra: Dann kann das sein, dass ich das meinen Kindern mitgegeben habe und die haben dann jenseits der 30 auch Probleme, dann gehören die einfach mal angeschaut im Wachstum. Und das ist eben das Wichtigste, was ich vielleicht mal mitgeben will, dass so was früher eben bei der Schuleingang zu besuchen, wie weiterfühlen Schule mal so Klima-Daumen gemacht wurde mit anderen Möglichkeiten, haben wir heute viele gute Möglichkeiten in der Start- und Bewegungsanalyse frühzeitig hinzuschauen. Und Trainingsprogramme auch für die Kleinstmützigen, die machen sogar Spaß, ja. Das heißt aber wirklich, wenn einer weiß, ich habe da ein Problem, oder die Oma hat ein Problem oder der Mann das Weitere, dann gehören die Kinder mal frühzeitig einfach gecheckt vom Orthopäden, ja, weil das wird in der Jugendmedizin einfach übersehen und leider ist das nicht richtig abgebildet und das ist, glaube ich, das Allerwichtigste. Frühzeitig gegenzusteuern ist immer besser als hinterher nachzweichen.

Ela Wildner: Ja, guter Punkt, super Appell, damit kann man sich dann vielleicht einiges ersparen.

Dr. Frank Styra: Können noch ewig weiter reden.

Ela Wildner: Ich merke das schon. Ich fürchte, wir müssen langsam zum Ende kommen. Oder haben wir jetzt noch was ganz Wesentliches vergessen?

Dr. Frank Styra: Nein, eigentlich nicht. Also es ist und bleibt, den gesunden Menschenverstand einzusetzen. Das, was wir vorhin schon immer gelernt haben, vernünftige Ernährung ist ein wichtiges Thema. Bewegung ist das Thema. Bewegung, ist Medizin. Aber am Schluss ist es so, Überlastung und mit aller Gewalt. Das hat noch nie jemandem gut getan, aber es sieht auch so digital aus wie das. Man muss es halt nur mal beherzigen. Und wenn wir nun mal sagen, wir sind mehr eingebunden im Alltag in Büro und dergleichen. Da muss ich jetzt schauen, dass man einen Ausgleich finde. Und wir haben viele, viele, tolle Hilfsmittel mittlerweile. Ich sprach vorhin an mit den Sequence-Einlagen, also das ist dieses neue System, was mit der Uni Erlangen entwickelt wurde, das ist ganz, ganz toll. Und eben auch mit den ganzen Hilfssmitteln und Orthobiologika. Warum nicht nutzen, wenn es uns hilft?

Ela Wildner: Definitiv. Und Arthrose ist schon gar kein Grund, einfach mit dem Laufen aufzuhören oder nicht damit anzufangen.

Dr. Frank Styra: Nein, das ist immer der, genau, immer letztendlich im Atem ist es überhaupt kein Thema, ja, und wenn halt Probleme sind, dann gibt es Möglichkeiten, was zu unternehmen.

Ela Wildner: Und über die haben wir heute viel gelernt. Ich sage vielen, vielen Dank dafür. Das war super spannend und lehrreich und hat hoffentlich auch für die Hörerinnen und Hörern da draußen einen Mehrwert.

Dr. Frank Styra: Ja, würde mich freuen. Ganz, ganz herzlichen Dank. Hab mich sehr gefreut.

Ela Wildner: Ich freue mich sehr, dass es geklappt hat.

Dr. Frank Styra: Ja, hab ich mich auf dich gefreut.

Ela Wildner: So, habt ihr denn in dieser Folge auch was dazugelernt? Wie euch die Podcast-Folge gefallen hat, schreibt uns das wie immer sehr gerne in die Kommentare zum Beispiel und ihr könnt auch sehr gerne mit Sternebewertungen ausdrücken, wie gut euch unser Podcast gefällt. Gibt es denn vielleicht noch Themen, die wir unbedingt mal hier im Podcast besprechen sollten? Lasst uns auch das sehr gerne wissen. In den Show Notes findet ihr wie immer eine Kontaktmail-Adresse, also schreibt uns auch darüber sehr gerne. Vielleicht reden wir ja dann schon bald über euer Wunschthema. Wir wünschen uns jetzt an dieser Stelle, dass ihr auch zur nächsten Podcastfolge wieder reinhört. Ich kann schon mal so viel verraten, es geht nicht um ein medizinisches Thema, sondern um, ich würde sagen, ein ganz ganz großes läuferisches Abenteuer. Mehr verrate ich aber jetzt an der Stelle doch nicht, sondern sag Tschüss und bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt, herzlich willkommen zur neuen An das Weltpodcast-Folge. Bis dahin, macht's gut.

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